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Skoliose

Unter Skoliose (griech. skolios ‚krumm‘) versteht man eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule einhergehend mit der Verdrehung einzelner Wirbelkörper und Versteifung im betroffenen Abschnitt. Bereits in der Antike von Hippokrates beschrieben, zählt Skoliose zu den ältesten bekannten orthopädischen Leiden.

Die weitaus meisten Skoliosen entwickeln sich während des präpubertären Wachstumsschubs, also bei Mädchen im Alter von etwa 10/11 Jahren, bei Jungen ab dem 12. Lebensjahr. Man spricht daher von adoleszenten Skoliosen. Mädchen sind etwa viermal häufiger betroffen als Jungen.

Die Ursache von über 80% der Skoliosen ist idiopathisch – also unbekannt. Das bedeutet, die Krümmung entsteht nicht durch eine schlechte Haltung oder Bewegungsmangel, kann jedoch durch derartige Faktoren verstärkt werden. Im Gegensatz zu einer Fehlhaltung, die aus schlechten Gewohnheiten resultiert, lässt sich eine Wirbelsäulenverkrümmung nicht aktiv über eine Veränderung der Körperhaltung korrigieren.

 

Die Symptome einer Skoliose reichen von äußerlich kaum sichtbaren Veränderungen des Rückenprofils bis hin zu schweren Entstellungen des Oberkörpers. Je nachdem welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist, wird zwischen thorakalen (Brustwirbelbereich), lumbalen (Lendenwirbelbereich), und thorakolumbalen Skoliosen unterschieden. Leichte Skoliosen verursachen im Jugendalter im Allgemeinen noch keine Beschwerden, weswegen sie häufig nur zufällig entdeckt werden.

Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkungen treten meist ab dem mittleren Erwachsenenalter auf, wenn die dauerhafte Überlastung der betroffenen Strukturen zu deren vorzeitigem Verschleiß geführt hat. Neben dem Rücken können weitere Körperpartien in Mitleidenschaft gezogen sein, bis hin zu Knien und Füßen. Extreme Verkrümmungen, die mit einer Verkürzung des Brustkorbs bzw. Bauchraums einhergehen, beeinträchtigen die Herz- und Lungenfunktion.

Da die meisten Skoliosen keine bekannte Ursache haben, ist eine Prävention im eigentlichen Sinne nicht möglich. Die einzige Lösung bietet die Früherkennung, z.B. in Form eines Vorbeugetests, bei dem sich das Kind mit locker herabhängenden Armen noch vorne beugt. Eine gesunde Wirbelsäule bildet von hinten betrachtet eine gerade Linie. Zeigen sich Asymmetrien, kann dies ein Hinweis auf einen Haltungsschaden oder eine Wirbelsäulenerkrankung darstellen.

Die Therapiemaßnahmen unterscheiden sich je nach Schweregrad der Skoliose: Bei einer schwach ausgeprägten Krümmung genügt es meist abzuwarten, ob sich die Krümmung verstärkt. Das Progredienzrisiko hängt einerseits vom Alter des Kindes, andererseits vom Ausmaß der Krümmung ab. Leichte Skoliosen werden mit einer speziell für diese Krankheit entwickelten Physiotherapie behandelt. Bei ausgeprägteren Krümmungen wird ein Korsett verordnet, das bis zum Ende der Wachstumsphase getragen werden muss. Hochgradige Skoliosen erfordern im Allgemeinen eine Operation, bei der die betroffenen Teile der Wirbelsäule versteift werden.

Quelle: 1. SRS Patient Handbook, 2. http://www.bundesverband-skoliose.de

 
 
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